Google-Unternehmensprofil

Unternehmensprofil optimieren – Schritt für Schritt

Ihr Google-Unternehmensprofil ist der größte Hebel für lokale Sichtbarkeit – und bei den meisten nur halb ausgefüllt. Diese Anleitung führt Sie durch jede Einstellung, die 2026 wirklich zählt. Ehrlich, vollständig und ohne Tricks.

Unternehmensprofil
Vollständigkeit100 %
  • Hauptkategorie
  • Beschreibung (750 Zeichen)
  • Leistungen
  • Fotos
  • Öffnungszeiten
  • Bewertungen
Größter lokaler Hebel
Schritt für Schritt

Für viele Menschen in Ihrer Region ist Ihr Google-Unternehmensprofil das Erste – und manchmal das Einzige –, was sie von Ihnen sehen, bevor sie anrufen oder vorbeikommen. Trotzdem ist es bei den meisten Betrieben nur halb ausgefüllt. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch jede Einstellung, die 2026 wirklich zählt, damit Ihr Profil vollständig, aktuell und überzeugend ist.

Zuerst: Profil beanspruchen und verifizieren

Ohne bestätigtes Profil zählt nichts anderes. Suchen Sie Ihr Unternehmen unter business.google.com und folgen Sie der Verifizierung. Neue Profile werden 2026 häufig per Video bestätigt: eine durchgehende Aufnahme, die Außenschild, Innenraum und eine typische Handlung im Betrieb zeigt. Halten Sie das in einem Rutsch fest, klappt es meist beim ersten Versuch.

„Ein Unternehmensprofil ist kein Formular, das man einmal ausfüllt. Es ist ein Schaufenster, das man pflegt.“
Screenshot der Kategorie-Auswahl im Google-Unternehmensprofil (Platzhalter)
Die Hauptkategorie ist der wichtigste einzelne Eintrag – wählen Sie so genau wie möglich.

Die Schritte im Detail

1

Die richtige Kategorie wählen

Sie haben eine Hauptkategorie und bis zu neun Nebenkategorien. Die Hauptkategorie ist das stärkste Relevanzsignal und wird von den meisten zu breit gewählt. Nehmen Sie die genaueste zutreffende: lieber „Malerbetrieb“ als nur „Handwerker“. Ergänzen Sie passende Nebenkategorien für weitere Leistungen.

Tipp: Schauen Sie, welche Kategorien die bestplatzierten Mitbewerber in Ihrer Umgebung nutzen – das ist ein guter Anhaltspunkt.

2

Alle Kernangaben vollständig und korrekt

Name genau wie in der Realität – ohne Zusätze wie „Maler Augsburg günstig“ (das verstößt gegen die Richtlinien). Adresse bzw. Einzugsgebiet: Kommen Kunden zu Ihnen, geben Sie die Adresse an; fahren Sie zu Kunden, definieren Sie Ihr Einzugsgebiet. Telefon: eine lokale Rufnummer, keine 0800-Nummer – das unterstreicht den regionalen Bezug. Website: Startseite oder eine passende Standortseite.

Öffnungszeiten inklusive Feiertagen und Sonderzeiten – und vor jedem Feiertag aktualisieren. „Geöffnet jetzt“ ist ein Filter in der Suche.

3

Die Beschreibung: 750 Zeichen richtig nutzen

Sie haben 750 Zeichen – nutzen Sie sie. Die ersten rund 250 Zeichen sind vor dem „Mehr“-Klick sichtbar und am wichtigsten: Bringen Sie dort unter, was Sie tun, für wen und wo. Schreiben Sie für Menschen, bauen Sie Ort und Leistung natürlich ein – kein Stichwort-Stapeln. Eine gute Struktur beantwortet: Was tun Sie? Für wen? Wo? Und was unterscheidet Sie?

4

Leistungen (und Produkte) füllen

Der Leistungen-Bereich ist bei den meisten leer – eine verschenkte Chance, denn jede Leistung wirkt wie eine kleine Landingpage und kann zu einer konkreten Suchanfrage passen. Listen Sie detailliert auf: nicht nur „Malerarbeiten“, sondern „Innenanstrich“, „Fassadenanstrich“, „Tapezierarbeiten“ – jeweils mit einer kurzen Beschreibung. Der Produkte-Bereich lohnt sich für Handel und Gastronomie (etwa als Speisekarte) mit Bild, Preis und Link.

5

Attribute setzen

Kreuzen Sie alle zutreffenden Attribute an – etwa Barrierefreiheit, Zahlungsarten, Ausstattung oder Merkmale wie „familiengeführt“. Sie erscheinen im Profil und helfen Menschen bei der Entscheidung.

6

Echte Fotos (und Videos) hochladen

Logo, ein Titelbild und vor allem echte Fotos von Betrieb, Team und Arbeit. Gerade in Zeiten von KI-Bildern schaffen authentische Aufnahmen Vertrauen. Profile mit Fotos werden erfahrungsgemäß deutlich häufiger angeklickt und führen zu mehr Routenanfragen. Wichtig ist Regelmäßigkeit – dazu gleich mehr.

7

Bewertungen aktiv managen

Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv und ehrlich um Bewertungen und antworten Sie auf möglichst jede – zeitnah, individuell und ohne kopierte Standardsätze (Google erkennt Duplikate). Regelmäßigkeit schlägt die reine Anzahl. Wie Sie das systematisch aufbauen, steht im Beitrag Echte Google-Bewertungen gewinnen.

8

Beiträge regelmäßig veröffentlichen

Beiträge (Posts) für Angebote, Neuigkeiten oder Termine halten das Profil lebendig. Die ersten 150 bis 250 Zeichen werden abgeschnitten angezeigt – behandeln Sie sie wie eine kleine Anzeige mit klarem Nutzen und Handlungsaufruf. Beiträge verbessern vor allem die Klickrate; ein direkter Ranking-Booster sind sie nicht, aber ein Aktivitätssignal. Das Einplanen von Beiträgen ist inzwischen direkt möglich.

Wichtig – das hat sich 2026 geändert: Die frühere Fragen-&-Antworten-Funktion (Q&A) wurde abgeschafft und wird durch eine KI-Funktion („Ask Maps“) ersetzt. Das früher beliebte Hinterlegen eigener Fragen funktioniert nicht mehr – legen Sie diese Informationen stattdessen klar in Ihrer Beschreibung, den Leistungen und auf Ihrer Website ab, wo Google und KI sie auslesen können. Auch der native Chat im Profil wurde eingestellt; je nach Profil gibt es WhatsApp oder SMS als Kontaktweg – nutzen Sie das nur, wenn Sie zeitnah antworten können.

Dranbleiben: Aktualität ist selbst ein Signal

Ein Profil, das wochenlang unberührt bleibt, wirkt schnell verwaist – mehrere Auswertungen aus 2026 berichten von spürbaren Sichtbarkeitsverlusten, wenn 30 Tage oder länger nichts passiert. Planen Sie deshalb eine kleine Routine ein: ab und zu neue Fotos, aktuelle Öffnungszeiten, ein Beitrag, zeitnahe Antworten auf Bewertungen. Werfen Sie außerdem regelmäßig einen Blick in die Leistungsdaten Ihres Profils (Anrufe, Routenanfragen, Websiteklicks) – so sehen Sie, was funktioniert.

Screenshot der Leistungsdaten im Google-Unternehmensprofil (Platzhalter)
Die Leistungsdaten zeigen, worüber Menschen Sie finden und wie sie reagieren.

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu breite Hauptkategorie – der häufigste Fehler. Lieber konkret als allgemein.
  • Keyword-Stuffing im Namen – verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
  • Leere Beschreibung, Leistungen oder Produkte – verschenkte Fläche.
  • Inkonsistente Daten – schon „Str.“ vs. „Straße“ zwischen Profil, Website und Verzeichnissen schwächt das Vertrauen.
  • Keine oder veraltete Fotos.
  • Einmal einrichten und vergessen – Aktivität ist selbst ein Signal.
  • Gekaufte Bewertungen – werden erkannt, entfernt und riskieren die Sperrung.

Ehrlich gesagt: Ein vollständiges, gepflegtes Profil ist der größte Hebel, den Sie selbst in der Hand haben – aber es gibt keinen garantierten Platz 1. Die Entfernung zum Suchenden lässt sich nicht wegoptimieren. Machen Sie die Grundlagen konsequent richtig, dann wirkt es – nur eben ohne Zauberformel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Profil beanspruchen und verifizieren (2026 oft per Video) – ohne das zählt nichts anderes.
  • Hauptkategorie so genau wie möglich – der wichtigste einzelne Eintrag.
  • Alle Kernangaben vollständig und exakt konsistent mit Website und Verzeichnissen.
  • 750-Zeichen-Beschreibung nutzen, das Wichtigste in die ersten ~250 Zeichen.
  • Leistungen (und ggf. Produkte), Attribute, echte Fotos – nichts leer lassen.
  • Bewertungen sammeln und beantworten, Beiträge regelmäßig veröffentlichen.
  • 2026: Q&A abgeschafft (→ Ask Maps), Chat weg (WhatsApp/SMS), Aktivität zählt.

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